Entwicklung
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Die Meinungen, wann Tai Chi entstanden ist gehen auseinander. Eine beliebte Version ist, das Chan San Feng, ein taostischer Mönch (,der zw. 12.-14. Jh.n.Chr. lebte), der Begründer sei.
Chan San Feng, ein Meister der "äußeren" Shaolin - Schule, war unzufrieden mit dem harten "äußeren" Boxen und suchte einen sanfteren Stil zu entwickeln. Er entdeckte im Kampf eines Kranichs mit einer Schlange die Prinzipien von Tai Chi Chuan.
Der Kranich griff die Schlange mit seinem Schnabel an, sie aber wich allen Angriffen aus, um ihrerseits die ungeschützten Stellen des Kranichs anzugreifen. Was vor allem Chan San Fengs Aufmerksamkeit fesselte, war die Tatsache, daß der Kranich jedes mal vor seinem Angriff innehalten mußte, um zu zielen, während die Schlange so geschmeidig war, daß sie in ständiger Bewegung ausweichen und angreifen konnte. Die Schlange gewann den Kampf.
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Im Kampf der beiden Tiere erkannte Chan San Feng das Prinzip des Tai Chi: Die Einheit der Polaren Kräfte Yin und Yang. Er sah, wie ein schwaches Lebewesen einem starken standhalten und es besiegen kann, und fand in der Natur das gleiche Prinzip der Wirksamkeit des Nachgebens, etwa im Ziehen der Wolken und darin, wie ein Baum einem Sturm standhält, indem er sich vor ihm beugt, aber nicht brechen läßt.
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Weichheit und Beständigkeit (Geduld im Nachgeben; Bewegung ohne innezuhalten) wurden zur Grundlage von Tai Chi Chuan.
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Als Chan San Feng von einigen jungen Schülern über die Prinzipien befragt wurde, streckte er als Antwort die Zunge heraus. Die Schüler verstanden ihn nicht.
"Habt ihr meine Zunge gesehen?"
"Ja", antworteten sie.
"Habt ihr meine Zähne gesehen?"
"Du hast gar keine mehr!" lachten sie.
"Eben. Die Zunge ist weich und geschmeidig, sie war immer da und wird immer sein. Die Zähne sind hart, sie haben keinen Bestand und fallen am Ende aus."
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Bis gegen Ende des 18. Jh. wurde Tai Chi Chuan, als Geheimnis einzelner Sippen gehütet. Yang Lu Chan, der berühmte Tai Chi Meister und Lehrer des Kaisers unterrichtete als erster öffentlich. Er begründete den Yang Stil. Außer dem Yang Stil gibt es den älteren Chen -Stilund den Wu-Stil, der eine Kombination von Yang und Chen ist und noch viele andere Varianten. Yang Lu Chan kommt der verdienst zu, Tai Chi als "persönliche Übung" zur Erhaltung "ewiger Jugend" verbreitet zu haben. Mit dem aufkommen der Feuerwaffen im 19. Jh. wurde Tai Chi als Kampfkunst verdrängt.
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Seit den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts gelangte Tai Chi in westliche Länder, vor allem in die USA, wo der Yang Stil überwiegt. In der VR China wird seit 1956 die alte Yang Stil Form auf 24 Bewegungsformen vereinfacht, damit wurde Tai Chi dem ganzen Volk zugänglich gemacht. Die anderen Stile (z.B. Wu-Stil) entwickelten auch kürzere Formen.
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