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Aus dem Tai Chi, "höchsten Gesetz", entstehen Yin und Yang
und erschaffen in ihrem Wechselspiel die Welt: Himmel und
Erde, Tag und Nacht. Auch im Menschen, als einem Teil des
Universums, bewegt sich nach dem Prinzip des Yin und Yang
diese universelle Energie: Der Mensch ist Mikrokosmos im
Makrokosmos.
Ausgewogenes, im Gleichgewicht stehendes Yin und Yang
bedeutet Gesundheit, Verlagerung der Energie in
irgendeine Richtung aber Krankheit. Im Körper bewegt
sich die Energie auf bestimmten Bahnen, den Meridianen.
Diese Punkte gestochen konnten nicht nur Schmerzen
gelindert werden, sondern auch Organfunktionen günstig
beeinflußt werden. Die Energie Chi, die in den Meridianen
kreist, regelt den Kreislauf des Blutes, die Nahrungsaufnahme
und den Selbstschutz des Organismus. Wenn sie in ihrem
Kreislauf infolge einer äußerlichen oder innerlichen Einwirkung
behindert oder blockiert wird, dann tritt ein krankhafter
Überschuß oder Mangel auf. Die traditionellen Heilmethoden der
chinesischen Medizin verfolgen das Ziel, die ungehinderte
Zirkulation des Chi und damit den Ausgleich von Yin und Yang
zu erreichen. Akupunktur, Kräuterbehandlung, und Massage
wirken von außen, durch Stimulation der Körperpunkte, auf den
Organismus, die Bewegungs- und Atemübungen und das innere
Boxen von innen und außen, durch das harmonische Zusammenwirken
von Aufmerksamkeit und richtigem Atem plus körperliche Bewegung.
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Der allgemeine Name für diese Übungen ist chi-kung,
Übungen der inneren Energie Chi. (hierzu zählen z.B.
Tai Chi und Chi Gong) Chi im Tai Chi Chuan meint die
Entwicklung und das ungehinderte zirkulieren der
universellen Energie, sowohl als "Atem" als auch
Wärmestrom erfahren werden kann. Im Kontext von Tai Chi
als Selbstverteidigung ist Chi "die eigentliche, innere
Energie", d.h. die körperlich-geistige Kraft die der
reinen Körperkraft überlegen ist, physisch ausgedrückt
die kinetische Energie des Körpers.
Allgemein bedeutet Chi soviel wie vitale Energie oder
Lebenskraft. Eine moderne Definition nennt Chi die
"psycho-physische Kraft, die eng zusammenhängt mit Blut
und Atem".
Da das Chi sich erst langsam zu entwickeln beginnt,
wenn man gelernt hat sich zu entspannen, weiß ein
Anfänger gewöhnlich mit diesem Begriff nicht viel
anzufangen. Geduld ist nötig. Im Lauf des Übens wird
er Chi erfahren und dann besser verstehen, was es
damit auf sich hat.