Texte
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Bei jeder Bewegung soll der Körper leicht und beweglich sein und seine Teile
sollen sich wie die Perlen auf einer Schnur verhalten.
Das Chi soll fließen, doch der Geist ruhig sein.
Man mache nichts unvollständig, tue nichts Ungleichmäßiges, erlaube keine Unterbrechung und keine Trennung.
Die Energie wurzelt in den Füßen, fließt durch die Beine, wird von Hüften gelenkt und wirkt durch die Finger.
Füße, Beine und Hüften müssen bei allen Bewegungen als Ganzes handeln.
Auf diese Weise wird man (in einem Kampf) immer im Vorteil sein und die geeigneteste Stellung finden.
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Alle Bewegungen werden vom Geist (Bewußtsein) gesteuert, es dürfen keine äußeren, mechanischen Handlungen sein.
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Es ist von allergrößter Wichtigkeit, klar zwischen Yin (leer) und Yang (voll) zu unterscheiden. An jeder Stelle gibt es diesen Unterschied. Man muß darauf besonders achten.
Tai Chi Chuan wird auch "langes Boxen" genannt, weil seine aufeinanderfolgenden Bewegungen dem unaufhörlichen Strom eines großen Flußes gleichen.
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Tai Chi, das Letzte, kommt von Wu Chi, dem Unendlichen. Es ist der Anfang der Bewegung und der Stille und die Mutter von Yin und Yang. In der Bewegung sind beide selbständig, in der Ruhe verschmelzen sie zu einer Einheit.
Nichts soll zu viel oder zu wenig gemacht werden.
Dem geringsten Druck des Gegner gibt man nach, beim geringsten Zurückweichen des Gegners bleibt man haften.
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Durch fleißiges Üben kommt man allmählich zum Verständnis der inneren Energie oder "zähen" Kraft. Von da kann man zur geistigen Erleuchtung fortschreiten.
Dies wird nicht durch Intuition allein erreicht, sondern braucht beharrliche Anstrengung für lange Zeit.
Der Kopf soll gerade gehalten und "leer" werden. Man soll wachsam sein.
Das Chi soll in den unteren Tan Tien sinken.
Der Körper muß in Gleichgewicht gehalten werden, er soll nicht überlehnen.
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Der Körper muß so empfindsam sein, daß selbst die Berührung einer fallenden Feder bemerkt wird. Er soll so nachgiebig sein, daß selbst das Aufsetzen einer Fliege ihn in Bewegung bringt.
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Wenn die innere Energie erst einmal verstanden (entwickelt) ist, verfeinert sich der Geist bei fortgesetzter Praxis.
Durch innere Ruhe und Besonnenheit wird man Meister seiner selbst.
Der Grundsatz ist: Sich selbst zurückstellen und dem anderen Nachgeben.
Der häufigste Fehler besteht darin, nach dem Fernen zu greifen, anstatt Schritt für Schritt vorzugehen.
Ein Wort besagt: Die kleinste Ungenauigkeit führt vom Weg ab. Deshalb sollte der Schüler diese Theorie in jeder Einzelheit verstehen und beherzigen.
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