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Prinzipien
RUHE

Das Bewußtsein ist hochgradig konzentriert und die Nervenzentren befinden sich in einem angeregten Zustand. Die Atmung ist gleichmäßig, das Qi ist ins Dan Tian gesunken. Das nennt man Ruhe des Körpers. Die Bewegungen sind leicht behend und gewandt und fließend, ohne Stockungen. Das nennt man die Ruhe des Herzens/der Seele. Sowohl der Körper als auch die Seele sind entspannt. Das nennt man Ruhe des Geistes. Ruhe Die Vorstellung, in der Bewegung die Ruhe zu finden wird in Klassikern so beschrieben:

"Von der Ruhe kommt die Bewegung, aber die Bewegung behält trotzdem die Ruhe...

Den Effekt der Überraschung erreicht man, indem man sich auf die Feinde einstellt."

LEICHTIGKEIT

Die Leichtigkeit darf man nicht falsch verstehen, daß keine Kraft angewendet wird. Die Leichtigkeit ist ein Komplement zur Schwere. In den Klassikern heißt es "Tai Chi entsteht aus dem Nichts. Es ist das Bindeglied zwischen Bewegung und Ruhe und die Mutter von Yin und Yang "Leichtigkeit bedeutet, daß man nicht die plötzlich ausbrechende Kraft anwenden darf, denn diese verhindert, daß die Bewegung fließend ineinander übergreifen. Außerdem soll man die "doppelte Schwere "vermeiden, den dies verhindert zwischen leer und voll zu unterscheiden. Leichtigkeit kann man auch mit dem Bergriff Geschmeidigkeit erklären. Leichtigkeit und Geschmeidigkeit ist auch nicht gleichzusetzen mit Schlaffheit. Schlaffheit und Kraftverwenden sind das größte Tabu im Tai Chi.

LANGSAMKEIT

Langsamkeit bedeutet kein Stillstand. Sie beinhaltet das Fließen der Bewegung ohne Unterbrechungen und verlangt, nach den regeln schrittweise vorzugehen Langsamkeit bedeutet: "Einer schnellen Bewegung antwortet man schnell, einer gemächlichen Bewegung folgt man gemächlich". Jede Bewegung muß genau und perfekt sein. Beim Üben müssen die Bewegungen wie der Yangtse und das Meer ununterbrochen dahin strömen.

GEWISSENHAFTIGKEIT

Zum einen sollte man gewissenhaft, die Bewegungen ausführen, zum anderen sollte man ernsthaft und solide sein und sich Mühe geben für jede Bewegung Außerdem verlangt die Gewissenhaftigkeit das Studieren und überprüfen.(Formkorrektur z.B. Spiegel oder Lehrer oder Video) So sagt ein Sprichwort wie geschnitten, wie gefeilt, wie geschnitten, wie geschliffen" Bei jeder Übung sollte man die eigene Bewegung auf die Richtigkeit überprüfen. Nur so kann man Fortschritte machen.

AUSDAUER

Unter Ausdauer ist Beharrlichkeit zu verstehen. Ob Kälte oder Hitze, man sollte stets regelmäßig üben. Das ist ein Prozeß zur Prüfung des Charakters und der Willensstärke der lernenden. Außerdem versteht man unter Ausdauer ein festes Maß, d.h. eine gewisse Intensität muß erreicht werden. Nur wer unter dem Motto "mit einem eisernen Willen kann ein Stößel zur Nadel geschliffen werden" übt, kann den wahre Sinn des Tai Chi Chuan erkennen.

Prinzipien

Die Bewegungen der Form sollen in einem gleichmäßigen Tempo und ohne Stockungen ausgeführt werden. Das durchlaufen der Form soll dabei 25-30 min lange Form / 7-8 min kurze Form dauern. Es führt wider ungefähr an dieselbe Stelle zurück, von der aus die Form begonnen wurde. Man verwende bei allen Bewegungen nur so viel Kraft wie nötig und so wenig wie möglich. Zum Beispiel ist eine überflüssige Anspannung in schultern und Händen zu vermeiden, die Ellbogen stehen locker nach unten, die Taille ist entspannt und leicht drehbar.
Auf der anderen Seite ist auch kein teil des Körpers schlaff. Die Bewegungen scheinen von Kraft erfüllt zu sein, die auch potentiell vorhanden ist, aber eben nicht angewendet wird. Die Atmung soll ruhig und gleichmäßig sein. Sie wird aber nicht bewußt gelenkt, sondern geschieht sehr ungezwungen, "ganz natürlich".