| Yoga hat eine dreitausendjährige Geschichte. Yoga wurde von
unterschiedlichsten Quellen inspiriert und wußte sich geschickt
dominanten Kulturströmungen anzupassen.-> z.B. Hinduismus.
Yoga hat seine Wurzeln u.a. im Schamanismus und -> Asketismus, einige
ihrer Elemete sind bis heute in der Tradition des Yoga lebendig.
So beobachteten Schamanen die Bewegungen der Tiere in der Natur aber auch
den Einfluß der Gestirne (insbesondere Sonne und Mond).
Viele Asanas erinnern mit ihren Bezeichnungen auch an diese Tiere.
Durch den Verzicht auf die äußere Welt wurde eine Konzentration
auf die innere Wahrnehmung und eine Schulung des Geistes bis hin zu übernatürlichen
Kräften erreicht.
Ein weiterer wichtiger Einfluß kommt aus dem -> Vedanta (Philosophie
des Hinduismus).
Ein erstes Buch -> die Bhagavad Gita beschäftigte sich ausschließlich
mit Yoga.
Vor diesem Hintergrund formte sich der praktische Weg -> Buddhas.
Er vertritt mit seinem "Edlen achtfachen Weg" eine sehr praxisorientierte
Lehre.
Patanjali, der berühmte yogische Philosoph , der die Yoga Sutras
schrieb ließ sich von Buddhas inspireren.
Er ist Leitfaden der meisten Yoga-Schulen und Traditionen.
Im sechsten Jahrhundert entstand der ->Tantrismus, welcher den Buddhismus
und Hinduismus stark beeinflußte.
Der Körper gilt im Tantrismus als etwas göttliches mit dessen
Hilfe der Yogi -> Befreiung erlangen kann.
Hieraus entstand im 10.Jahrhundert der Hatha Yoga.
Yoga der Kraft, Anstrengung des Willens.
Es geht um bewußte Lenkung und Meisterung von Körper und Geist
über Übung und starken Willen. Nun wird der Körper wieder
stärker einbezogen. Er baute die wenigen meditativen Körperstellungen
zu einem großen Sytem von Körperposen aus -> Hatha Yoga Pradipika.
Sie alle sollen den Körper stärken und gesund erhalten und die
feinstofflichen Energien wecken (Kundalini).
Denn Befreiung oder Erleuchtung wird von Hatha-Yogis als ganzheitlicher
Transformationsprozeß sowohl des Körpers - flexibel, kräftig,
vibrierend vor Energie - als auch des Geistes gesehen.
Oftmals wurde das spirituelle Ziel der Befreiung vernachlässigt.
So wird der Hatha Yoga im Lauf der Zeit allein wegen seiner gesundheitsfördenden
und therapeutischen Wirkungen praktiziert.
Seine Körper- und Atemtechniken wirken auch wenn wir keine spirituellen
Ziele verfolgen.
Jeder sollte für sich entscheiden welche Aspekte des Yogas für
ihn wichtig sind und wie weit er bereit ist den Weg des Yogas zu gehen.
Bei längerer und ganzheitlicher Beschäftigung mit Yoga werden
Fragen nach dem Sinn und der Ausrichtung unseres Lebens nicht ausbleiben.
Yoga wird dann unser gesamtes Leben Denken und Handeln beeinflußen.
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