| Die meisten Menschen praktizieren heute Yoga, um Gesundheit, Fitneß,
Schönheit, Entspannung oder Langlebigkeit zu erzielen.
Nur wenige streben nach -> Erleuchtung. Jedoch ist es ein natürliches
Bestreben aller Menschen glücklich sein zu wollen.
Doch ist für westliche Menschen die Denkweise ungewohnt, daß
das Glück nicht alleine in äußeren materiellen Dingen
zu finden ist, sondern sich in Abhängigkeit unserer Geistehaltung
gestaltet.
Wenn Körperübungen und Atem bzw. Meditationstechniken regelmäßig
und zwanglos ausgeübt werden, stellen sich erstaunliche Veränderungen
ein.
Wir erhalten wieder einen Kontakt zu unserem Körper und spüren,
welche Haltungen, Bewegungen und Einstellungen uns krank machen und wo
wir uns durch falsche Lebensweise selbst schaden (z.B. unzureichende Bewegung,
mangelnde Harmonie zwischen Arbeit und Entspannung, Streß durch
zu hohe Leistungserwartungen, ungesunde Ernährung u.a.).
Durch den Kontakt zu unserem Körper bekommen wir immer mehr in die
Erfahrung und den Kontakt zu unseren eigenen Lebensumständen zu unseren
Denk - und Verhaltensweisen.
Wir können immer mehr Verantwortung für unser Leben übernehmen
und schieben nicht die Schuld anderen Menschen und den Umständen
zu.
Durch einen flexiblen und starken Körper werden unsere Gedanken und
Gefühle auch flüssiger und wir können kreativ, kraftvoll
und flexibel mit komplizierten Situationen umgehen.
Durch die Übungen wird das geistig emotionale Gleichgewicht gestärkt,
was uns ausgeglichener und zufriedener werden läßt.
Für westliche Menschen geht es vor allem darum den eigenen Körper
wieder zu erfahren. Viele Berufe prägen und belasten den Körper
einseitig (z.B. sitzende Tätigkeit), da er nur als Mittel zum Zweck
dient.
Aber nicht nur der Körper, sondern auch der Geist wird häufig
zweckentfremdet.
In fast allen Bereichen unseres Lebens sind wir durch Regeln, Normen und
Konditionen bestimmt. Unser Denken und Wollen ist häufig fixiert
auf Pläne, Ziele und Zukunft.
Wir orientieren uns oft an unserem Wollen und nicht an den realen Gegebenheiten.
Alle diese Faktoren bewirken, daß wir uns verschließen, uns
nicht mehr kennen und spüren.
Hatha Yoga ist ein Weg wirklich in den Körper zu kommen und dadurch
sich selbst zu finden. Der Hatha Yoga Lehre zufolge beginnt Freiheit im
Körper. Wer im Körper ist, der öffnet sich - für sich
und das Leben.
Nur durch eine Öffnung seiner selbst, kann der Mensch die tiefere,
spirituelle Dimension des Daseins erfahren.
Yoga ist in seinem Kern eine experimentelle Methode.
Seien sie experimetierfreudig.
Lassen sie sich auf Unbekanntes ein.
Üben sie nicht mechanisch.
Spüren und erfahren sie in jedem Moment neu.
Besonders viel lernt man durch die eigenen Widerstände.
Welche Übungen mag ich nicht oder finde ich lächerlich ?
Da wo sich etwas sträubt liegt auch häufig eine Antwort auf
die Frage “Wer bin ich ?” verborgen.
Lassen Sie sich durch die Übungen und Techniken führen, um ihr
eigenes Selbst zu entdecken.
Der Weg führt über den Körper.
Und der beste Führer auf dem Weg zum Selbst sind sie selbst ! |