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Der Systematiker und Grammatiker Patanjali untersuchte vor etwa 2000 Jahren (die Datierungen weichen z.T. voneinander ab)
die verschiedenen Yogasysteme seiner Zeit.
Er faßte deren Essenz in 195 Merksprüchen (Sutras) zusammen.
Dieser achtstufige Weg, beschreibt jeweils eine Qualität, Klasse von Übungen und Verhaltensregeln.
Die Sutras wurden in der Folgezeit von allen wichtigen Gurus kommentiert.
Die Stufen spiegeln den Weg von außen nach innen und unterschiedliche Aspekte des Lebens wieder.
Sie bauen aufeinder auf und ergänzen und befördern sich gegenseitig.
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Yama (Selbstbeherrschung, Enthaltung) dient der Regelung des Handelns in der Außenwelt und beruht auf den fünf
Prinzipien
- Gewaltfreiheit
- Wahrheitsliebe
- Meiden von Diebstahl
- Keuschheit
- Meiden von Begehren nach Besitz
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Nijama (Beobachtung) kennt ebenfalls fünf Verhaltensgrundsätze
- Reinheit
- Gelassenheit
- Askese
- Studium der heiligen Schriften
- Hingabe
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Asana (Körperstellung) bedeutet, dass der Yogi bei der Meditation eine bestimmte Haltung einnehmen soll.
Die zahlreichen im Westen bekannten Asanassind im yoga-Sutra nicht enthalten, hier wird dem Yogi nur geraten,
eine angenehme, konzentrationsfördernde Stellung zu suchen.
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Pranajama (Atemkontrolle) ist die wichtigste Grundtechnik des Yoga. Durch Herrschaft über die
Atmung erringt man Herrschaft über Geist und Körper.
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Pratyahara (Zurückziehen) bedeutet das Läsen der Sinne von den Dingen und den Rückzug aus der Außenwelt,
die die Seele an die Wiedergeburt (Samsara) bindet. In einem Yoga-Text heißt es:
Wie die Schildkröte ihre Glieder in die Körpermitte zurückzieht, soll auch der Yogi seine Sinne in sich
zurückziehen.
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Dharana (Konzentration) geschieht ohne Hilfe der Sinne; vor der Meditation sammelt man durch intensive
Konzentration auf ein inneres Bild, etwa einen Gott oder ein Mandala, psychische Energie.
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Dhajana (Meditation) ist eine Vertiefung der Konzentration, bis das Bewußtsein &qout;gerichtet" zu
einem Meditationsobject hinfließt.
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Samadhi (Ekstase) ist ein Trancezustand, in dem der Yogi sich nicht einmal der Meditation bewußt ist.
Das "Vergessen der Meditation" ist die Vorstufe dazu. In der Ekstase ist der Meditierende
eins mit dem Meditationsobjekt, das individuelle Bewußtsein geht in das kosmische Selbst ein.
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